Doch Jacquots sehr dezidiertes Dirigat vermochte das schier Unmögliche

"Marie Jacquot, Erste Kapellmeisterin am Mainfranken Theater, hatte es nicht leicht, das Publikum zu den Tiefen von Mozarts „Jupiter“-Sinfonie mitzunehmen. Zwischenapplaus nach dem energisch musizierten Kopfsatz verlangte nach erneuter Konzentration, der Faden war gerissen. Doch Jacquots sehr dezidiertes Dirigat vermochte das schier Unmögliche. Sie bündelte die Aufmerksamkeit und führte das Orchester über ein sehr ruhiges Andante, in dem die Flöten Lichtpunkte setzten über das gefällige Menuett zu einem bebenden Feuerwerk im molto allegro. Spritzig und dynamisch umwerfend geriet Arturo Márquez‘ Danzón Nr. 2 für Orchester. Jacquot wiegte sich im Rhythmus, holte zu großen, runden Bewegungen aus und inspirierte so die Musiker zu einem mitreißenden Tanz. Da ging dem Publikum das Herz auf."

Quelle: http://www.mainpost.de/ueberregional/kulturwelt/kultur/Von-Mozart-bis-Michael-Jackson;art3809,9634427
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